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Außenstelle Furth im Wald: Sicherheitspolitische Vorträge mit dem Jugendoffizier Klaus Schedlbauer

Außenstelle Furth im Wald: Sicherheitspolitische Vorträge mit dem Jugendoffizier Klaus Schedlbauer
06. März 2026

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es andern so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein.

Immanuel Kant (1724 - 1804), deutscher Philosoph

Realität und Wahrheit sind oft zwei verschiedene Dinge. So beginnt Klaus Schedlbauer, Jugendoffizier der Bundeswehr, seine Vorträge zum Thema internationale Sicherheitspolitik. Dies verdeutlicht er anhand der uns geläufigen Weltkarte. Aber…, diese Weltkarte verzerrt Größenverhältnisse massiv: Gebiete nahe den Polen erscheinen viel zu groß. Grönland wirkt beispielsweise so groß wie Afrika, ist aber in Wahrheit 14-mal kleiner. Nur Regionen am Äquator werden nahezu originalgetreu dargestellt.

Gerade in der aktuellen weltpolitischen Lage ist die Frage nach Realität und Wahrheit aber extrem wichtig. Unsere Welt verändert sich. In letzter Zeit immer schneller. Alteingefahrene Strukturen, bis dato geltende Werte, Umgangsformen, …. Auf was kann man sich noch verlassen? Der Weltrisikobericht analysiert jährlich das Katastrophenrisiko von 193 Ländern. Laut dem Bericht von 2025 stellen Falsch- und Desinformationen in zwei Jahren die größte Bedrohung dar. Darauf muss internationale Politik reagieren.

Anhand aktueller Schlagzeilen entsteht eine Diskussion, inwiefern die Geschehnisse am anderen Ende der Welt unsere Realität überhaupt beeinflussen. Was bedeutet es beispielsweise, wenn China Taiwan bedroht? Taiwan produziert den Großteil der weltweiten Chips, die auch in der deutschen Fahrzeugindustrie benötigt werden. Was heißt es für uns, wenn Russland Desinformationskampagnen ausweitet? Wenn Trump wieder einmal völlig unvorhersehbar agiert?

Schedlbauer reagiert auf die Nachfragen der Klassen, setzt somit, je nach Interesse, bei jedem seiner fünf Vorträge individuelle Schwerpunkte. In einer Klasse ist es beispielsweise das Thema Amerika, in der anderen der Nahe Osten, je nachdem, welche Fragen aus der Schülerschaft kommen.

Eines wird aber immer klar, Deutschland passt seine Sicherheitspolitik an die internationalen Geschehnisse an. Die Grundprinzipien sind: keine Alleingänge, wertschätzender Umgang und gute Einbindung in die verschiedenen Bündnisse wie zum Beispiel die NATO, Diplomatie first und ganz wichtig: präventiv handeln, vorbereitet sein.

Den Abschluss des Vortrags bildete ein Aufruf, sich ehrenamtlich zu engagieren. Nur, wenn genügend Menschen mithelfen, kann man Krisenfälle gut bewältigen.Auch persönliche Vorsorge für den Notfall ist wirklich wichtig! Vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt es einen Ratgeber: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen

Ich als Fachbetreuerin PuG sage herzlichen Dank für die investierte Zeit und die sehr informativen Vorträge, die wir auch dieses Jahr wieder an der Außenstelle Furth im Wald genießen durften. Die Rückmeldung der Schülerschaft war durchwegs positiv: „War sehr interessant, man hat ganz andere Einblicke in das Thema bekommen und ich verstehe die Zusammenhänge jetzt besser.“

(Bilder: Frau Claudia Fürst)